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Konzept zur Sanierung
Ausgangslage
Probleme
Konsequenzen
Struktur Stiftung
Leistungsübersicht
Investitionen
Betriebsführung
Ausgangslage
-
Nach
dem Gesetz zur Modernisierung des Gesundheitswesens (GMG) mit der Einführung
der Fallpauschal-Abrechnung (DRG) ab 01.01.2004 kalkuliert die Klinikum GmbH
Salzgitter den Abbau von ca. 110 Betten
-
Laut
Niedersächsischem Krankenhausgesetz ist die Kommune für die
Krankenhausversorgung verantwortlich
-
Krankenhäuser der
Grund- und Regelversorgung mit drei stadtteilbezogenen Standorten
-
Das
Krankenhaus in Bad und das Elisabeth-Krankenhaus versorgen ca. 60.000
Einwohner aus Salzgitter mit Umland
-
Das
Krankenhaus in Salzgitter-Lebenstedt versorgt ca. 67.000 Einwohner aus
Salzgitter mit Umland
-
Die
Einbeziehung des Umlandes in die Versorgung ist bei freier Krankenhauswahl
naheliegend und erprobt. Eine Absprache mit den angrenzenden Landkreisen ist
geboten
-
Dem Klinikum
Salzgitter (100%-ige Tochter der Stadt Salzgitter) droht durch zunehmende
Fehlbeträge die Insolvenz
Nach Ablehnung des Wirtschaftsberichtes für
2004 durch den Aufsichtsrat des Klinikums und den Vorgaben eines fiktiven
Gutachtens der PwC beschloss der Rat der Stadt, das Klinikum in Salzgitter Bad
Ende 2007 zu schließen.
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Probleme
-
Mit
der Verlegung der größten urologischen Abteilung in Niedersachsen von Bad nach
Lebenstedt wird
die bisherige
Marktführung durch drohenden Fallzahlverlust riskiert,
Beispiel Geb.-Gyn.-Schließung in Bad
-
Mit
einem erheblichen Fallzahlverlust ist in den anderen Bereichen generell zu
rechnen, wenn Bad geschlossen wird – daher drohende Solvenzprobleme für das
Klinikum
-
Sicherstellung der Notarzt- und Krankenhausversorgung in Bad kostenaufwendiger
-
Im
Konzept des Sozialministeriums für die künftige Krankenhausstruktur in
Niedersachsen v. 08.12.2003 wird das St. Elisabeth-Krankenhaus (153
Betten) bei den stationären Fällen (S. 22) und bei den Operationen (S. 23) dem
"Gefährdungspotential" Krankenhäuser zu geordnet. – Detailprobleme:
-
Für eine
Geburtshilfeabteilung werden mindestens 500 Geburten gefordert, eine
Anbindung an eine Kinderklinik erhält den Vorzug. Ministerin v. d.
Leyen meint am 05.12.2003 in der Salzgitter-Zeitung zum Beispiel
Geburtshilfe: Abteilungen mit weniger als 500 Entbindungen im Jahr gelten im
Ministerium als nicht überlebensfähig.
-
In unmittelbarer Nähe entsteht eine gynäkologische Tagesklinik.
-
Unter
DRG-Bedingungen zunehmende Solvenzprobleme
-
Unter Berücksichtigung der Mindestmengenregelung nach § 137 (1) 3 SGB V (s.
Seite 20 Konzept des Sozialministeriums für die künftige Krankenhausstruktur
in Niedersachsen v. 08.12.2003) können viele Fälle vom Krankenhaus nicht
mehr abgerechnet werden, damit zunehmende Solvenzprobleme
-
Keine
Versorgung bei Aufgabe St. Elisabeth-Krankenhaus im südlichen Salzgitter mit
Umland
-
Verwertung des Klinikums Salzgitter Bad
-
Keine
Umsetzung der seit Jahren geforderten Strukturveränderungen mit der Maßgabe
kalkulierbarer Fallzahlen (DRG)
-
Geringer
Spezialisierungsgrad zwischen den Häusern im klinischen und nicht
medizinischen Dienst
-
Einzige regional
übergreifende Spezifizierung in der Urologie, Pneumonologie u. Schmerztherapie
in SZ Bad
-
Pädiatrie in
SZ-Lebenstedt
-
Unterauslastung im
Hinblick auf die bisherige Planbettenzahl
-
Hoher
Personalbestand bezogen auf Fallzahlen bzw. Planbetten
-
Interne Kooperation
zwischen den Häusern suboptimal
-
Schwache
Kooperation mit niedergelassenen Ärzten
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Konsequenzen
Es macht keinen Sinn,
-
mit
hohem Kostenaufwand ein gut funktionierendes Klinikum in Salzgitter-Bad zu
schließen.
-
Betten in Salzgitter-Bad nach Vorgabe zu reduzieren und postwendend Betten in
Lebenstedt und im St. Elisabeth-Krankenhaus mit Steuergeldern neu zu bauen
-
das
Elisabeth-Krankenhauses mit einem Investitionsaufwand von ca. 10 Mill. Euro
neu „auszurichten“ und gleichzeitig eine Krankenhausruine hinzunehmen
-
die
Leistungsfähigkeit ab dato durch Personal- u. Bettenabbau zu verknappen, und
durch Patienten-Abwanderung die Gefährdung der Wirtschaftlichkeit zu erhöhen
-
auf wirksame
Managementmethoden zu verzichten
zum
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Vorschlag
Um eine
ortsnahe, den medizinischen Bedürfnissen gerechte Krankenhausversorgung und um
die nach dem Rettungsgesetz geforderte Notarzteinrichtung sicherzustellen,
sollte die wirtschaftliche und organisatorische Kompetenz für die Krankenhäuser
einem Gremium übertragen werden.
Wir
empfehlen die Einrichtung einer
Gemeinnützigen Stiftung
mit
-
einer Betriebsstätte in
Salzgitter-Lebenstedt,
-
einer Betriebsstätte in Salzgitter-Bad und
-
dem St.
Elisabeth-Krankenhaus
Die Stiftungsstruktur:

Klicken Sie auf das Bild, um
es zu vergrößern.
Leistungsübersicht
Hier
folgt demnächst ein Vorschlag zur Bildung der Schwerpunkte mit den medizinischen
Fachgebieten.
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Investitionen
Investition in beide
Standorte unter dem Aspekt der Modernisierung und sukzessiven Sanierung mit
erheblichen Einsparungen von Investitionsmitteln des Landes und des städtischen
Eigenanteils
Haus am See
Geschätzte Investitionskosten ca. 8 Mio. €
A. In den letzten 5 Jahren sind folgende Investitionen
erfolgt:
B. Neue Investitionen sind erforderlich
-
Nutzung der
sanierten Räume für Kinderklinik
Kosten für Umzug sind geringer; Neubau nicht erforderlich
-
Kinderhaus-Abriss
Kosten in Investitionssumme enthalten
-
Umbau und
Modernisierung des Operationstraktes
Kosten reduzieren sich durch Verzicht auf Neubau und zusätzliche Nutzung der
in 2003 sanierten 5 Operationssäle im Haus am Berg
-
Blockheizkraftwerk
Kosten werden über Contracting finanziert; keine eigenen Investitionskosten
-
Küche
Verzicht auf Bau einer neuen Küche in Lebenstedt; Versorgung durch größere
Küche im Haus am Berg und Herrichtung Küche u. a. mit Übergabestation
Kosten entstehen für Transport, technische Gerätschaften
(z. B. wird Zentralverpflegung aller Krankenhäuser in Braunschweig
praktiziert)
-
Restinvestitionen
Kosten in Investitionssumme enthalten
Haus am Berg
Geschätzte Investitionskosten ca. 4 Mio. €
A. In den letzten 5 Jahren sind folgende Investitionen
erfolgt:
-
Operationssäle, Sterilisierungsbereich, Einrichtung
Kurzzeitpflege, Blockheizkraftwerk, vier Fahrstühle, Außenanlagen,
B. Neue Investitionen sind erforderlich
-
Fassade,
Fenster, Sonnenschutz
Kosten gesondert durch Contracting finanzieren
-
Naßzellen in
bisherige 3-Bettzimmer einbauen, die durch Abbau von 68 Betten zu
2-Bettzimmern werden
Kosten in Investitionssumme enthalten
-
Küche
Einrichtung einer Zentralküche in vorhandenen Räumen
Zusatz-Kosten für Handling in Investitionssumme enthalten
Versorgung anderer Einrichtungen prüfen (Polizei, Feuerwehr u. a.)
-
Restinvestitionen
Kosten in Investitionssumme enthalten
Dem stehen gegenüber die Kosten bei Einhäusigkeit:
-
Die
Sanierung mit einem geschätzten Kostenaufwand von
ca.
37 Mio. €
(23 Mio. € +14 Mio.
€)
-
Zusage des Landes Niedersachsen über eine Bezuschussung in Höhe zwischen 70 –
80 % der Gesamtkosten
-
Eigenanteil der Stadt Salzgitter beläuft sich auf
7 –
11 Mio. €,
die
vorher durch Kreditaufnahme gesichert und erwirtschaftet werden müssen
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Betriebsführung
Schnellstens umzusetzende Vorschläge
Um eine drohende Insolvenz
abzuwenden, sind nachfolgende Vorschläge schnellstmöglich umzusetzen, die sich
auch positiv bei einer Zweihäusigkeit rechnen. Ein Teil der Vorschläge hätte
seit mehreren Jahren umgesetzt sein müssen.
-
Strukturveränderungen mit Spezialisierungen im Hinblick auf die neuen
Fallpauschalabrechnungen, z.B. ein Chefarzt für beide Häuser in gleichen
Abteilungen mit Übergangsfristen
-
Öffnung des Klinikums für ambulante Operationen, da Konkurrenz durch ambulante
OP-Zentren von niedergelassenen Fachärzten eintritt
-
Konzept für Kooperation mit Elisabeth-Krankenhaus kurzfristig vorstellen
-
Kontakte zu niedergelassenen Ärzten ausbauen und auf Spezialisierungen
hinweisen (Beispiel: Schlaflabor)
-
Zentrum für Alterskrankheiten einschließlich Früh-Reha in Salzgitter-Bad
einrichten wie schon 1996/97 beim Land gefordert
-
HNO-Abteilung in Salzgitter-Bad wieder aktivieren
-
Doppelvorhaltungen zentralisieren, z.B. Zusammenlegen der Intensivabteilungen
an jedem Standort, Reduzierung auf 2 Stationen; Labor, Röntgen u. a..
zentralisieren
-
Management
professionell ausrichten und fachkundige Aufsichtsratsmitglieder gewinnen
-
Nach Aufbruch der
veralteten Gesundheitsstrukturen bestmögliche Lösung für die Bürgerinnen und
Bürger mit Politikern erarbeiten
Weitere Aufgaben:
-
Erhalt der heutigen
Fallzahlen nach Abbau von 110 Betten
-
Erhalt der
Marktführerschaft der Urologie
-
Optimierung mit
Schwerpunktbildung für Labor und Röntgen
-
Zusammenlegen von
Intensivabteilungen in den Häusern
-
Dauerhafte
Sicherung der Notfallversorgung im Süden der Stadt mit Umland
-
Erschließung von
Synergien in allen Bereichen
Lebenstedt:
Bad:
-
Konzentration der
elektiven operativen Fächer auf je einen Standort.
-
Halten der
bisherigen Fallzahlen und des CMI (case mix index) durch Fortsetzung des
Konzeptes der Grund- und Notfallversorgung an beiden Standorten
-
Organisationsoptimierung zur Verkürzung von Liegezeiten
-
Bettenzahl
optimieren
-
Erhalt von mehr
Ausbildungs- und Arbeitsplätzen
-
Anpassung der
Personalstruktur an die erwarteten Fallzahlen und Liegezeiten sowie an das
Budget (DRG-Einführung)
-
Reduktion von
Sachkosten.
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