Nein zur Schließung, Ja zum Klinikum SZ-Bad

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Salzgitter-Zeitung - 06.06.2003 - Lesermeinungen - Horst Körner

"Investitionen zum Fenster herausgeworfen"

Salzgitteraner, aber auch Nachbarn machen sich Gedanken über die Auslastung des Klinikums

SALZGITTER-BAD. Patienten, Besucher und sogar Bewohner der angrenzenden Siedlung fühlen sich in der schönen Umgebung des Klinikum Salzgitter-Bad sehr wohl. Neu gestaltet präsentiert sich das Haus und der Vorhof in angenehmer Atmosphäre.

Die Patienten treffen sich bei dem schönen Wetter auf der Terrasse der Cafeteria: Viele haben von der Schließungsabsicht noch nichts gehört. Doch einige wissen davon und sind entsetzt. Michael Eiling kommt aus Peine zur Behandlung in der Urologischen Abteilung. "Ich würde die Schließung bedauern, weil die Urologie hier in Salzgitter-Bad einen guten Ruf hat.

"Mario Russo kommt aus Othfresen und ist Patient der Inneren Abteilung. Er findet die Schließungsabsicht gar nicht gut. Hier im Krankenhaus sei alles okay, sagt er: die Ärzte, die Schwestern - und die Umgebung.

Nebenan auf einer Bank sitzen zwei Frauen, die nur Besuche abstatteten. Ihr Thema war natürlich die erneute Diskussion über die Schließung des Klinikums in Salzgitter-Bad. Sie machen sich Gedanken darüber, was zur besseren Auslastung des Hauses beitragen könnte. "Vielleicht können sich die Ärzte spezialisieren", meint Karin Zielke. Sie ärgert sich, dass das Krankenhaus wieder einmal tot geredet wird.

Verwundert ist die Frau darüber, dass nun das Krankenhaus geschlossen werden soll, obwohl gerade in letzter Zeit sowohl außen als auch innen große Umbauten erfolgt sind. "Ich finde das gar nicht gut, dass die hohen Investitionen praktisch zum Fenster herausgeworfen wurden."

Auch Dorothee Spiewack schimpft nicht einfach nur. Sie kommt aus der Altenarbeit und schlägt vor, zur Auslastung des Hauses, Einrichtungen für diesen Bevölkerungsteil zu schaffen ."Meiner Mutter wurde hier schon dreimal das Leben gerettet", lobt sie die gute Arbeit im Krankenhaus. Sie stört, dass die Diskussion nur negativ geführt werde. "Die Patienten werden wegbleiben", argwöhnt sie.