Nein zur Schließung, Ja zum Klinikum SZ-Bad

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Salzgitter-Zeitung - 09.07.2003 - Leserbrief

Bestgeführtes Krankenhaus soll geschlossen werden

Zur Schließung des Klinikums in Salzgitter-Bad:

Es ist unglaublich, nicht zu fassen. Das Klinikum in Salzgitter-Bad soll geschlossen werden. Das bestgeführte Krankenhaus weit und breit, das sogar schwarze Zahlen schreibt (laut einem Bericht in der SZ), zu schließen, entbehrt jeglicher Logik. Ein Haus mit hervorragenden Reputationen und zwei äußerst erfolgreichen und daher gesunden Standbeinen.

Zum einen handelt es sich dabei um die Urologie, die meines Wissens die größte ihrer Art in Norddeutschland ist. Zum anderen handelt es sich dabei um die Schmerzambulanz, die allein schon durch ihre erfolgreichen Behandlungen einen so großen Bekanntheitsgrad erreicht hat, dass sich dort auch viele Patienten aus dem Harz, aus Peine, aus Helmstedt, ja sogar aus Braunschweig einfinden, obwohl sich gerade dort das größte Klinikum weit und breit befindet.

Schon seit einigen Jahren leide ich an Gesichtsschmerz, hervorgerufen durch den Trigeminusnerv, und niemand war im Stande, mir zu helfen. Vollkommen ratlos hat man mich aus einer Braunschweiger Klinik entlassen und mir den Rat gegeben, ich möge doch mein Glück in Salzgitter-Bad versuchen. Nach nur wenigen Behandlungen dort war ich wieder fit und ich brauche jetzt nur noch sporadisch alle paar Monate eine Behandlung. Welch ein grandioser Erfolg - und so etwas will man kaputt machen?

Schier unbegreiflich. Wofür und wozu sind eigentlich die Politiker gewählt worden, frage ich mich oft. Man sollte nicht nur, sondern man muss sie immer wieder daran erinnern, dass auch sie die Verantwortung für den Erhalt von Arbeitsplätzen haben, die sie ja vor den Wahlen mit vollmundigen Versprechungen oft und gern abgegeben haben.

Wanda Sommerfeld, 38324 Kissenbrück