Nein zur Schließung, Ja zum Klinikum SZ-Bad

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Salzgitter-Zeitung - 27.09.2003 - Leserbrief

Altenheim im Klinikum Bad

Zur Krankenhausschließung in Salzgitter-Bad:

Mit Interesse habe ich die verschiedenen Berichte und Leserbriefe zur Krankenhaussituation in ihrer Zeitung gelesen und mir dabei folgende Meinung gebildet: Sicher müssen Kosten gespart werden, das heißt, die Überkapazität von cirka 100 Betten muss abgebaut werden. Aber dass dies nur mit Einhäusigkeit möglich sein soll, kann ich nicht verstehen, denn das bedeutet:

Wegfall der noch notwendigen Betten in Bad, erhebliche Umzugskosten, Erhöhung der Bettenzahl in Lebenstedt und damit verbunden Erweiterungs-, Umbau- und Renovierungskosten in Lebenstedt. Ein neues Kinderhaus in Lebenstedt wäre dann wohl auf jeden Fall erforderlich.

Und dann steht in Bad ein gerade renoviertes Krankenhaus leer, während das Elisabeth-Krankenhaus seine Bettenzahl erhöhen muss und dafür wohl auch noch Landesmittel bekommt - welch ein Unsinn! Und wenn das Land nur bei Einhäusigkeit Fördermittel gewährt, muss es eben von der besonderen Situation in Salzgitter überzeugt werden. Bleibt die Frage, wie kann man Kosten sparen? Denn bei Zweihäusigkeit entstehen schon zusätzlich Kosten, wie allgemeine Hauskosten, Energiekosten usw. Wie wäre es mit folgender Idee (hat vielleicht noch keiner gehabt): Man baut in Lebenstedt und Bad Betten ab, wie viel jeweils sollen die Fachleute entscheiden; Lebenstedt könnte dann zum Beispiel die Chirurgie aus Bad übernehmen (in Bad bliebe nur die Allgemeinmedizin und die Urologie).

Außerdem könnten sicher noch einige Labors in Lebenstedt konzentriert werden. Und man brauchte dort vielleicht kein völlig neues Kinderhaus zu bauen. In Bad könnte vielleicht ein Interessent gefunden werden, der die freien Kapazitäten für ein Alterspflegeheim nutzt. Die Nachbarschaft zum verbleibenden Krankenhaus wäre ein Vorteil.

Werner Knäbke, Salzgitter- Bad