Nein zur Schließung, Ja zum Klinikum SZ-Bad

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Salzgitter-Zeitung - 20.11.2003 - Leserbrief

Geschäftsführerin schwieg

Der Aufsichtsrat des Klinikums - mit genügend Politikern vertreten - muß sich fragen lassen, warum er seiner Pflicht als Kontrollorgan der Gesellschaft nicht nachgekommen ist. Warum hat Herr Oberbürgermeister Knebel - bis vor einem Monat Mitglied in diesem Aufsichtsrat - nicht frühzeitiger gegengesteuert und die Öffentlichkeit informiert?

 .........Wie kann Wolfgang Schneider als SPD-Fraktionsvorsitzender kurzum weiter behaupten, daß die Entscheidung für die Schließung des Krankenhauses in Salzgitter-Bad die richtige sei, wenngleich er selbst "ein Stück schockiert von den Zahlen war"?

Hat der CDU-Fraktionsvorsitzende Rolf Stratmann schon früher von dieser wirtschaftlichen Misere Kenntnis gehabt? Wenn er empfiehlt, einen Profi zu holen, muß zunächst die jetzige Geschäftsführerin Brigitte Scharmach ihre Kompetenz abgeben, und es darf nicht noch weiter behauptet werden, daß die Einhäusigkeit die einzige richtige Entscheidung war.

Es ist unverständlich, wie die Geschäftsführerin Brigitte Scharmach jetzt von einem "unvorhersehbaren Ausmaß von bundesweiten verschlechterten Bedingungen für Krankenhäuser im vergangenen Jahr berichtet, ohne Beispiele zu nennen. Weil diese Information mindestens 11 Monate alt sein muß, hat Frau Scharmach den Politikern und damit den Bürgern wissentlich das ganze Ausmaß des Niedergangs verschwiegen und deshalb müssen jetzt Konsequenzen folgen. Daß eine Geschäftsführung die Ursachen für die dramatischen Einbrüche bei den Patientenzahlen nicht erklären kann, zeigt nur zu deutlich, daß sie von dieser Aufgabe entbunden werden muß.

Ursula Voigt, 38259 Salzgitter