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zurück zur Übersicht Lesermeinungen Salzgitter-Zeitung - 31.12.2003 - Lesertelefon: Kerstin Loehr Klinik-Leitung versucht, Flurbetten zu vermeiden Patienten können sich bei Beschwerde-Management melden LEBENSTEDT. Erlebnisse mit unserem Gesundheitswesen gehören zum Leben wie der morgendliche Kaffee oder Tee – und sind daher auch stets ein beliebtes Thema am Lesertelefon.
Eine Leserin hat sich mokiert, dass ihre alte Mutter seit mehreren Stunden mehr oder weniger unversorgt mit ihrem Bett auf dem Flur der Aufnahmestation der Klinik für Inneres gestanden habe. Die Hände der Diabetes-Kranken seien wegen des Sauerstoffmangels schon ganz weiß gewesen, gab die Tochter gegenüber der Salzgitter-Zeitung an.
In einem anderen Fall beklagte sich eine Mutter ebenfalls über die Zustände bei der Notfallaufnahme im Klinikum. Nachdem ihre 4-jährige Tochter aus einem Hochbett auf den Kopf gestürzt sei, kurzzeitig nicht mehr geatmet habe, blau angelaufen sei und die Augen verdreht habe, sei sie umgehend mit ihr ins Lebenstedter Krankenhaus gefahren.
Dort sei die Frau – ohne Aufnahme der Personalien – auf die kinderchirurgische Station verwiesen worden. "Nachdem ich dort zwei Schwestern berichtete, was passiert war, wurde ich lediglich gefragt, ob sich meine Tochter übergeben hätte, bekam dann aber nur den Hinweis, dass man gerade Schichtwechsel hätte, eine Kollegin krank wäre und es bestimmt eine ganze Stunde dauern würde, bis man sich um uns kümmern könnte."
Die SZ fragte beim Klinikum Salzgitter nach, ob es tatsächlich an diesen Tage zu einer Überlastung gekommen sei?
"Die beobachtete hohe Auslastung, bei der auch kurzfristig Flurbetten zum Einsatz kommen, ist richtig", heißt es von Klinik-Seite. Unversorgt blieben Patienten aber niemals. In der Regel würden die Patienten noch am selben Tag in ein Zimmer verlegt. Grundsätzlich werde aber, betont Klinikum-Geschäftsführerin Brigitte Scharmach, an dem Ziel, Flurbetten zu vermeiden, gearbeitet. Bei einer Zentralisierung der Krankenhäuser ließen sich, so Scharmach, derartige Probleme ebenfalls erheblich besser lösen.
Was den Notfall mit dem Kleinkind anginge, müssten zur Klärung des Sachverhaltes mit den Betroffenen Gespräche geführt werden. "Grundsätzlich aber rechtfertigt eine Dienstübergabe das zitierte Verhalten nicht, und der Hinweis auf kranke Kollegen oder Kolleginnen gehört nicht in ein Gespräch mit Hilfesuchenden", betont die Geschäftsführerin.
In diesem Zusammenhang weist die Klinik-Leitung auf das seit einigen Jahren bestehende Beschwerdemanagement-System im Klinikum hin: Dort können sich die Patienten, wenn erforderlich, direkt melden. Genauere Infos im Klinikum unter Telefon 8350.klr
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