Nein zur Schließung, Ja zum Klinikum SZ-Bad

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Salzgitter-Zeitung - 02.03.2004 - Leserbrief

Verbitterung schlechter Ratgeber

Zum Artikel "Stadt: Bürgerbegehren ist unzuIässig" vom 25. Februar:

Ich gehe einmal von den Zahlen aus, die Dr. Baier in der SZ vom 25.2.04 nannte. Bei der von der Stadt angestrebten Einhäusigkeit entstünden Gesamtkosten von ca. 46 Millionen Euro. Der Eigenanteil der Stadt betrüge 12 Millionen, das Land würde 34 Millionen geben.

Verbleibt das Klinikum in
Bad, entstünden nach Dr. Baier Gesamtkosten von 44 Millionen Euro (13 Millionen für Bad und 31 Millionen für Lebenstedt). Ich gehe mal davon aus, dass die Stadt auch bei Zweihäusigkeit ihren Eigenanteil von 12 Millionen leisten würde. Dann verblieben für das Land 32 Millionen Euro. Daraus folgt, dass das Land eigentlich auf Zweihäusigkeit bestehen müsste. Das wäre für das Land 2 Millionen billiger! Immerhin! Oder liegt es daran, dass Dr. Baier den Bürgern die Zahlen nicht richtig klar machen kann.

Ich denke, die Ablehnung des Bürgerbegehrens durch die Stadt hat auch noch einen anderen Grund: die Verbitterung der Verantwortlichen. Da wagt es doch tatsächlich ein Arbeitskreis ohne Unterstützung durch die Fachkompetenz der Stadt, die Stadtbeschlüsse in Zweifel zu ziehen und seine Meinung gut zu begründen, obwohl man als Verantwortlicher sich wirklich Sorgen macht, alle Möglichkeiten durchspielt, um für die Stadt bei leerem Stadtsäckel das Beste herauszuholen. Und was ist der Dank?

Was bleibt: Verbitterung! Aber Verbitterung ist ein schlechter Ratgeber.

Werner Knäbke 38259 Salzgitter