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Salzgitter-Zeitung - 06.03.2004 - Leserbrief
Fachkenntnisse ohne teuren Beratervertrag
Zum Thema Schließung des Klinikums Salzgitter-Bad
,,Management schwach und poIitikbestimmt":
Hiermit möchte ich meine Hochachtung aussprechen für das Engagement und die
viele Arbeit, die der Arbeitskreis Bürgerbegehren in den letzten Monaten
geleistet hat. Man beachte, dass sich dort Bürger unserer Stadt mit einer
Branche auseinander setzen mussten, von der sie bisher noch nie etwas gehört
haben und das auch noch (man glaubt es kaum!) ohne teuren Beratervertrag.
Wie wir nun erfahren durften (und schade, dass uns die Politiker und die
Geschäftsführerin darüber nicht informiert haben), gibt es mindestens noch eine
andere Lösung (zum Beispiel eine Stiftung), um die medizinische Versorgung in
Salzgitter-Bad und die Arbeitsplätze zu retten. Die Frage stellt sich nun: "Wusste
Herr Knebel tatsächlich nicht, dass es diese Möglichkeit noch gibt?" Das wäre
mehr als peinlich, denn dann sollte er seine so genannten Berater wegen
Unfähigkeit nach Hause schicken und um die Mithilfe der ehrenamtlichen Helfer
des Bürgerbegehrens bitten.
Selbst der Geschäftsführerin, die ja aus der Branche kommt, ist diese
Möglichkeit nicht eingefallen. Mit was für einer gnadenlosen Ahnungslosigkeit
ist diese Frau eigentlich geschlagen, und warum müssen ausgerechnet wir das
ausbaden?
Im Artikel vom 18. Dezember 2003 der Salzgitter-Zeitung erklärte Herr Knebel:
"Bei einer Zweihäusigkeit gibt es keine Zuschüsse". Diese Aussage war, wie wir
jetzt wissen, falsch. Der AK Bürgerbegehren hat nun festgestellt, dass die
Einhäusigkeit keine Grundvoraussetzung für eventuelle Zuschüsse ist. Warum nur
hat das denn niemand den Verantwortlichen gesagt? Wer hat das diesen armen
Menschen verschwiegen? Oder haben sie es doch gewusst und gehofft, dass niemand
drauf kommt?
Es kann doch auch nicht sein, dass die Verluste der Thermalsolbad GmbH und der
Eissporthalle von der Stadt ausgeglichen werden und die medizinische Versorgung
wird nicht mehr gewährleistet. Wir können uns ja auch keine Stadthalle leisten.
Hier hätten schon längst Prioritäten gesetzt werden müssen. Es ist inzwischen
eine Tatsache, dass zu keinem Zeitpunkt die Rettung des Krankenhauses in
Salzgitter-Bad zur Diskussion stand, sondern immer nur die Schließung. Andere
Möglichkeiten waren nie gewollt.
H. Ziegert, 38259 Salzgitter
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