Nein zur Schließung, Ja zum Klinikum SZ-Bad

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Salzgitter-Zeitung - 03.05.2004 - Leserbrief

Schließung ist richtiger Weg

Zur Diskussion um das Klinikum Salzgitter:

Die maßlose Kritik aus dem Süden der Stadt Salzgitter im Zusammenhang mit der Schließung des städtischen Krankenhauses geht mir und anderen Bürgerinnen und Bürgern mittlerweile auf die Nerven. Zumal die Bösartigkeit der Wortwahl vollkommen deplatziert ist. Die großen Parteien haben, eigentlich viel zu spät, eine schmerzliche und dennoch richtige Entscheidung getroffen. Wo in Deutschland gibt es auf 224 Quadratkilometern Stadtfläche derart viele Krankenhäuser bei 110000 Einwohnern. Von Goslar, Wolfenbüttel und Braunschweig will ich gar nicht erst sprechen. In letzterer Stadt werden zwei Krankenhäuser ohne Streit geschlossen.

Wir sind eine Stadt und sollten uns bei allem verständlichen Arger darüber freuen, das Oberbürger
meister Helmut Knebel, MdL Hermann Eppers, SPD, CDU und FDP gemeinsam versuchen, aus dem
Standort Lebenstedt ein modernes Schwerpunktkrankenhaus mit hoher Qualität zu machen.

Das Argument aus dem Süden: "dass die Fahrt ins 15 Kilometer entfernte Lebenstedt unzumutbar sei", ist schlichtweg lächerlich, zumal das Elisabeth-Krankenhaus in Bad ja auch noch da ist.

Deswegen war es aus meiner Sicht ein Erfolg, dass Sozialministerin Dr. Ursula von der Leyen nach Salzgitter gekommen ist, um der Kommunalpolitik Mut zu machen, diesen richtigen Weg weiter zu gehen.

Wer von der Politik notwendige Entscheidungen zur Sanierung von Bund, Land und Stadt verlangt, darf sich nicht wundem, wenn dies auch geschieht.

Astridt Striese, 38239 Thiede

 

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