Nein zur Schließung, Ja zum Klinikum SZ-Bad

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Zu den Lesermeinungen aus Thiede vom 03. bzw. 04. Mai 2004

Kurz-Stellungnahme des Arbeitskreises BBK

Zwei Leserbriefe an zwei aufeinanderfolgenden Tagen aus Thiede gehören in die Kategorie "auffällig", weil die Thieder Gesundheitsversorgung auch durch die Nähe zu Wolfenbüttel und Braunschweig gesichert scheint und den Politikern - u. a. dem Thieder MdL H. Eppers - eine gewisse Schutzfunktion zugemessen wird. Wie hat H. Eppers doch am 13.09.2003 in seiner 100-Tage-Bilanz auf das Sparverhalten der SPD sich geäußert: "In diesem Fall werde das Land einen Staatskommissar entsenden, ""der die Stadt wie ein Konkursverwalter abwickelt. Dann wird auch die Frage einer Gebietsreform aufgeworfen werden."" Sicher ein folgenschweres Unternehmen!

Das angeführte Schwerpunktkrankenhaus in Lebenstedt liegt nur ca. 15 km von dem nächsten Schwerpunktkrankenhaus in Braunschweig entfernt, so daß auch hier der im Kommentar der SZ-Zeitung vom 13.09.2003 (nachzulesen unter Presseberichte auf dieser Homepage) ausgesprochene Satz bezüglich zumutbarer Entfernung in Frage kommt.

Die Bürger aus dem Süden der Stadt und dem Umland wissen längst über die Auswirkungen der Gesundheitsreform und daß es nicht so bleiben kann wie es ist. Leider hat das Klinikum in den letzten 10 Jahren den ständig notwendigen Anpassungsprozeß vernachlässigt, woran die Politik nicht ganz schuldlos ist. Glaubt man der Politik, weisen die Eckdaten des Niedersächsischen Krankenhausplanes nicht auf ein Überleben des St. Elisabeth-Krankenhauses hin.

Genau diese Politik hat es gewollt, daß Bürger in die für sie einschneidenden Maßnahmen nicht eingebunden werden. Deshalb darf sich auch keiner beschweren, wenn sich Bürger bei Mißachtung ihrer Meinung demokratisch beginnen zu wehren - genauso wie die Thieder Bürger es nach Schließungsbeschluß für ihr Bad getan haben. Vielleicht müßte man noch intensiver nachdenken, ob es gelingen kann, das Krankenhaus durch Bürger - nicht ehrenamtlich - führen zu lassen. Dafür haben wir alternativ das Stiftungsmodell vorgeschlagen, was auch in Braunschweig praktiziert wird und Salzgitter keinen Euro kosten sollte.

Es soll in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben, daß 4 % der wahlberechtigten Thieder Bürger die Rücknahme des Ratsbeschlusses vom 24.09.2003 unterschrieben haben und damit das Krankenhaus erhalten wollen.

Arbeitskreis Bürgerbegehren
 

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