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Salzgitter-Zeitung - 13.07.2004 - Leserbrief
Stiftungserlös für Haushaltsausgleich
Zum Artikel "Stiftung stopft Löcher, die die Stadt
reißt" vom 25. Juni:
Der von SZ-Leser Geisser reklamierte und von Dr. Baier zurechtgebogene Griff
in eine neue Tasche der Bürger stellt nur ein weiteres Mal dar, wie dreist in
Salzgitter die kommunalrechtlichen Grundpositionen manipuliert werden.
Nach der Riesenverklapsung mit dem Krankenhaus muss nun
der Bürgersinn herhalten, damit sich die Verwaltung bedienen kann und
Mitarbeiter im Kulturamt genug Spielgeld
für einen weiteren "Act" haben.
Wer sich mit dem Stiftungswesen beschäftigt, der stellt fest, dass u. a. gerade
das Prinzip der Nachrangigkeit (Subsidiarität) gestärkt werden sollte. Nach
diesem Sinn ist gefordert, dass die Stadtverwaltung die Veranstaltung ohne
genügend Haushaltsmittel ebenso einem freien Kulturträger hätte durchführen
lassen müssen; dann wäre ein Stiftungszuschuss in Ordnung gewesen.
Wenn Herr Dr. Baier von fehlendem Sponsoring für öffentliche
Kulturveranstaltungen redet, versteht er anscheinend nichts von den rechtlich
beschriebenen Einnahmen und Mechanismen eines öffentlichen Haushaltes.
Interessant ist, ob Institutionen und Personen, die ins Stiftungsvermögen
eingezahlt haben, dies auch im Glauben getan haben, dass der Stiftungserlös so
mir nichts dir nichts zum Haushaltsausgleich genommen wird. Ich werde meine Bank
einmal darüber schriftlich befragen. Aber genau genommen hätten wir es doch
wissen müssen: Bürgerstiftung mit Vorsitz und Geschäftsführung in unserem
Rathaus. Wie sollte das schon anders laufen?!
Eckbert Buchholz, Salzgitter
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