Nein zur Schließung, Ja zum Klinikum SZ-Bad

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Salzgitter-Zeitung - 12.08.2004 - Leserbrief

Spekulationen um Klinik zu früh

Zur Berichterstattung über geplanten Klinikumsverkauf:

Man mag es gar nicht glauben, in welcher Ungeniertheit vom Chefcontroller der Stadtverwaltung gegen öffentliches und legitimes Interesse .gesteuert' wird: Im aktuellen Fall wird einem Bewerber, der sein Interesse an der Übernahme des Klinikums öffentlich macht und sich nicht scheut, konzeptionelle Gedanken der betroffenen Öffentlichkeit preis zu geben, massiv mit dem Ausschluss aus dem Bieterkreis gedroht  man habe gegen die Vertraulichkeit verstoßen. Auf der anderen Seite darf sich das Klinikum Braunschweig zu seinen Kaufinteressen ungehindert äußern (siehe Artikel BZ vom 24. Juli). Warum werden solche Unterschiede gemacht?

Sollte es so sein, dass das braunschweigische Interesse deshalb Schutz vor Kritik genießt, weil der Chefcontroller dort fünf Jahre lang in der Verwaltungsspitze einen einflussreichen Job hatte? Oder ist es der Umstand, dass der Geschäftsführer des dortigen Klinikums der Bruder des ehemaligen Oberstadtdirektors von Salzgitter ist? Oder ist es dem Umstand zu verdanken, dass ein leitender Angestellter des Braun-
schweiger Klinikums im Rat der Stadt Salzgitter sitzt?

Sehr passend wäre ein Ausschluss vom Bewerber ,Humaine' schon deshalb, weil diese Firma als einzige auch als Betreiber, also ohne den Kauf der Klinik, und somit als Pächter agieren würde. Das will man partout nicht. Man will mit dem Verkauf der Liegenschaften raus aus dem Schlamassel der Schulden.

Eckbert Buchholz 38226 Salzgitter

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