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AK: Diese Stellungnahme wird unter "Lesermeinungen"
geführt
Salzgitter-Zeitung - 09.10.2004 - Stellungnahme
Es bleibt ein tiefes Misstrauen
Zum Kommentar von Luitgard Heissenberg zu den Verkaufsverhandlungen für das
Krankenhaus nimmt Dr. Hans H. Andresen, FDP-Ratsfraktion, Stellung.
Oberbürgermeister Knebel, zugleich Vorsitzender der Bürgerstiftung, und der mit
den Klinikum-Verkaufsverhandlungen beauftragte Dr. Baier, zugleich
Geschäftsführer der Bürgerstiftung, schienen noch rechtzeitig die Kurve gekriegt
zu haben, meint Andresen. OB Machens in Hildesheim habe das vor zwei Jahren
nicht zuletzt dank der engagierten Mithilfe der FDP im Rat der Stadt Hildesheim
nicht geschafft. Auch wenn die Spendenverpflichtung im notariellen Kaufangebot
nicht mehr enthalten sei, bleibe, so Andresen, ein tiefes Misstrauen.
Schließlich ließen sich solche Dinge auch in mündlicher Vereinbarung regeln.
Niemandem sei verwehrt, Spenden zu leisten. Erwartungshaltung und Kontonummer
seien bekannt. Andresen fragt sich: "Wann wurde der Passus aus den
Vertragsentwürfen zurückgezogen? Nachdem die ersten beiden Bewerber abgesprungen
waren oder vorher? War das vielleicht sogar ein Grund für jene, nicht mehr
mitzumachen?" Da die Verhandlungen mit höchster Geheimhaltungsstufe verliefen,
wisse niemand im Rat Bescheid über das, was tatsächlich laufe. Niemand sei in
der Lage, rechtzeitig mahnend den Finger zu heben, wenn - weil es angeblich
üblich ist - öffentliche Gelder in eine Stiftung umgeleitet werden sollen, um
sich durch soziales Engagement Zustimmung zu erkaufen. Und das bei einem
strukturellen Haushaltsdefizit von 40 Mio. Euro. Wie sieht es in diesem
Zusammenhang eigentlich beim Verkauf des Ratskellers aus?
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