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Salzgitter-Zeitung - 11.12.2004 - Leserbrief
Runder Tisch wäre demokratisch
Zu "Rhön-AG kauft Klinikum Salzgitter" (SZ vom 4.
Dezember):
Die Sache ist also laut SZ bereits entschieden. Am Schluss des Artikels steht
zwar noch klein, dass der Rat am 15. Dezember endgültig über den Verkauf
beschließt, aber das erscheint dem Leser nur noch als Formsache. Abgesehen
davon, dass sich auch die SZ um korrekte Titel bemühen sollte - ein
"wahrscheinlich" im Titel wäre notwendig gewesen -, hat die SZ wohl vermutlich
Recht, denn im Lokalteil stimmen SPD, CDU und FDP unisono für die Rhön-AG,
obwohl die Nachnutzung des Hauses am Berg wohl noch nicht in trockenen Tüchern
ist.
Da ist von Planungen für das und Kooperationen mit dem St. Elisabeth-Krankenhaus
die Rede (SPD, CDU und FDP) - mehr nicht! Nur die MBS räumt ein mögliches
Scheitern einer Nachnutzung ein und bedauert den Ausschluss des Bewerbers
Asklepios, der als einziges Unternehmen ein medizinisches Nachnutzungskonzept
angeboten habe.
Wie wird es weiter gehen? Die Beschlussvorlage für den Rat liegt laut SZ bereits
vor und so wird es wohl 'am 15. Dezember nur noch ein Abnicken geben. Wie hätte
es laufen müssen? Vor der öffentlichen Ausschreibung hätte es einen Runden Tisch
mit allen Beteiligten (Rat, Verwaltung, Salzgitter-Klinikum, St.
Elisabeth-Krankenhaus, Arbeitskreis Bürgerbegehren) geben müssen, der die
Rahmenbedingungen für die Ausschreibung festlegt, die Angebotsphase sollte
selbstverständlich geheim erfolgen, dann könnte eine Auswahl erfolgen und die
Beschlussvorlage erstellt werden.
So sollte Demokratie, zu mindestens auf kommunaler Ebene, praktiziert werden.
Schade, dass es nicht so ist. Manchmal träume ich von 100 Prozent
Wahlbeteiligung und 0 Prozent gültigen Stimmen.
Werner Knäbke, Salzgitter-Bad
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