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Salzgitter Zeitung - 17.10.2008 - Leserbrief

Weggang der Chefärzte ist ein großer Verlust

Zum Artikel über die beiden Chefärzte im Klinikum vom 10. Oktober:

Den angekündigten Weggang von Dr. Angela Olinger und Professor Ulrich Hildebrandt halte ich für einen großen Verlust für das Klinikum. Beide Ärzte haben durch ihre medizinischen Leistungen und vor allem ihrem zuvorkommenden Umgang mit den Patienten großes Vertrauen erworben. Aus diesen Gründen ist die Leitung der Rhön-Kliniken schlecht beraten, wenn sie diese Ärzte gehen lässt.
 
Mir ist bekannt, dass seit Jahren einige in unserer Stadt niedergelassene Ärzte ihren Patienten abraten, sich im Klinikum behandeln zu lassen und auf die umliegenden Krankenhäuser verweisen bzw. die Patienten direkt dahin überweisen. Ich kenne einen Fall, in welchem ein niedergelassener Arzt einen Patienten beschimpft hat, weil dieser sich infolge eines Notfalls im Klinikum aufnehmen lassen hat. Er wurde dort erfolgreich behandelt.

Wenn die Leitung der Rhön-Kliniken diesen Zustand nicht bald abstellt, werden die Patienten ausbleiben, die benötigt werden, um bestimmte Operationen in Zukunft noch durchführen zu dürfen. Der Gesetzgeber schreibt nämlich vor, dass bestimmte Operationen an einem Krankenhaus nur dann durchgeführt werden dürfen, wenn die Zahl dieser Operationen einen festgelegten Wert pro Jahr übersteigt.

In bezweifel, dass ein Austausch der Chefärzte diesen nicht haltbaren Zustand beenden wird. Es besteht also die Gefahr, dass die Rhön-Kliniken - langfristig gesehen - wegen mangelnder Rentabilität aus dem Klinikum Salzgitter aussteigen.

Rudolf Münch, Salzgitter

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