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Salzgitter Zeitung - 18.10.2008 - Leserbrief

Wir wünschen Arbeitgeber mit menschlicheren Zügen

Zum Thema "Klinikum - zwei Chefärzte sollen gehen":

Diese Meldung hat mich persönlich geschockt: Im Klinikum Lebenstedt sollen zwei Chefärzte gehen. Warum? Keine Antwort in der Zeitung. Nur die Aussage der Geschäftsführung: "Wir wollen einen Neuanfang mit zwei neuen Chefärzten." Haben die bisherigen Fehler gemacht? Fehler, die sich nicht abstellen lassen? Wenn die Geschäftsleitung eine intensivere Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten anstrebt, bedeutet dies doch, dass diese kein Vertrauen in die Arbeit des Klinikums haben. Die Frage ist nur, ändert sich dies bei neuen Chefärzten?

Meine Frau und ich sind mehrere Male im Klinikum Lebenstedt gewesen, zum Teil mit schwerwiegenden Erkrankungen. Wir fühlten uns beide mit der medizinischen Betreuung in besten Händen. Bei der Pflege sahen wir, dass das Personal trotz zahlenmäßiger Einsparung immer bemüht war, bestens für das Wohl der Patienten zu sorgen.

Wir sind enttäuscht über das Verhalten der Geschäftsführung. Wir sehen darin, wie überall in der heutigen Zeit, dass die Menschlichkeit zu kurz kommt. Wir bedauern den Weggang beider Chefärzte und hoffen, dass sich vielleicht noch ein Weg zu einem Hierbleiben findet.

Wir danken allen Ärzten, auch den Internisten, für die Hilfe, die wir im Klinikum Lebenstedt gefunden haben, und hoffen, dass sich alles zum Guten wendet.

Sollten Frau Dr. Olinger und Herr Professor Hildebrandt gezwungen sein zu gehen, so wünschen wir ihnen einen zukünftigen Arbeitgeber, der menschlichere Züge hat.

Hans-Hermann Lutgering, Reppner

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