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Salzgitter Zeitung - 28.10.2008 - Leserbrief

Vertrauen von Patienten und Pflegepersonal verspielt

Zur Chefärzte-Kündigung:

Was kann der Grund für eine Kündigung seitens der Geschäftsführung des Rhön-Klinikums sein? Der Mitarbeiterstab steht hinter seinen Chefs, da diese sich für ihre Belange eingesetzt und sich auch dem permanenten und patientenfeindlichen Stellenabbau widersetzt haben. Sie sind deshalb sicher keine bequemen Chefärzte, die alle Entscheidungen der Geschäftsführung kritiklos abnicken.

Aber kann das allein ein Grund sein, diese hervorragenden Fachleute "in die Wüste" zu schicken? Hier wird ohne zwingende Gründe Vertrauen verspielt. Vertrauen der Patienten in die fachlichen Leistungen der Ärzte und Vertrauen der Pflegekräfte in die kompetente und menschliche Abteilungsführung. Durch den "Einkauf" eines Chirurgen aus Braunschweig im vorigen Jahr hat man hier die Weichen für einen Wechsel schon recht früh gestellt, so dass diese Kündigung offensichtlich von "langer Hand" vorbereitet erscheint. Diese "eingekauften" Operationstechniken hätten doch nur dann einen wirtschaftlichen Sinn gemacht, wenn sie eine echte Alternative oder eine sinnvolle Ergänzung der bereits vor Ort vorhandenen Techniken dargestellt hätten. Da dies nicht der Fall ist, kann man nur den Schluss daraus ziehen, dass hier eine Ablösung eines erfolgreich arbeitenden Teams bewirkt werden soll.
 
Die Folge wird ab April nächsten Jahres sein, dass über kurz oder lang auch der ebenfalls erfolgreich arbeitende Dr. Letzel sich nach einem anderen Tätigkeitsbereich umsehen wird und die dringend benötigten Patientenzahlen weiter zurückgehen werden.

Hans-Jürgen Honsa, Salzgitter

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