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Lage"
Jetzt wird die Lage wirklich ernst
Ein besorgter Bürger, der seinen Namen nicht veröffentlicht
wissen will. - 05.04.2005
Der Pressebericht aus dem St. Elisabeth-Krankenhaus spricht Bände und ist ein
Schlag in das Gesicht der Bürgerinnen und Bürger in Salzgitter, da ihnen Glauben
gemacht wurde, daß alles weiter läuft wie bisher und die ortsnahe medizinische
Versorgung bereits zum Zeitpunkt des Schließungsbeschlusses problemlos möglich
sei. Wer bis heute geglaubt hat, es wird schon alles gut gehen mit der
Gesundheitsreform in Salzgitter, hat sich wohl getäuscht. Die Politik hat es
geschafft unter Mithilfe der Geschäftsführung des Städtischen Krankenhauses und
vieler Gutachten, die auch einige Zig-Tausend Euro gekostet haben, ein
Krankenhaus in Salzgitter zu schließen. Dafür sollte man Millionen vom Land
bekommen, die jetzt aber zum Teil von einer privaten AG einkassiert werden. Was
bleibt für den Bürger in Niedersachsen und Salzgitter? Ca. 35 Mill. Euro für die
Rhön Kliniken und ca. 25 Mill. für das St. Elisabeth-Krankenhaus sind vom Land
zu zahlen.
Das Investitionsprogramm könnte für die Modernisierung des Klinikums billiger
sein; dieses hat das Bürgerbegehren gegen die Schließung des Städtischen
Krankenhauses in Salzgitter-Bad aufgezeigt. Die Handlungsweise einer politischen
Elite treibt uns Bürger immer weiter in eine Schuldenfalle, die wir auszubaden
haben. Und was passiert eigentlich, wenn die Vorhersage von Dr. Rotermund
zutrifft, daß die Patienten nicht mit nach Lebenstedt in das Krankenhaus gehen?
Die Rhön Klinikum AG will ein hoch modernes Krankenhaus in Salzgitter-Lebenstedt
mit der gleichen Anzahl von Patienten betreiben wie heute, oder wurde nicht
sogar bei allen Berechnungen von einer Verdopplung der Patientenzahl in dem
Städtischen Klinikum ausgegangen? Denn nur so konnten die Wirtschaftsexperten
eine Schließung des Standortes Bad rechtfertigen. Die Rechnung war ganz einfach:
halbieren der Belegschaft, Übernahme der Patienten aus dem Standort Bad und
schon läuft das Krankenhaus in die Gewinnzone. Diese Rechnung wurde hübsch
verpackt und dafür ein Investor gefunden, der das Klinikum gekauft hat und das
kirchliche Haus in Salzgitter-Bad ist gleich mit gerettet, weil es am Standort
Bad die Versorgung übernimmt.
Dem Land Niedersachsen werden ein paar Millionen Euro aus dem Kreuz geleiert,
und mit einem Kooperationsvertrag, der eiligst vereinbart wurde, wird zwischen
dem Klinikum und dem St. Elisabeth-Krankenhaus eine Zusammenarbeit bekräftigt.
Denn nur damit kommt man an das Geld aus der Landeshauptstadt
Was wird wirklich passieren? Der Bürger in Niedersachsen zahlt die Musik und was
gespielt wird, bestimmt eine Aktiengesellschaft und die Kongregation. Außerdem
werden die Menschen in Salzgitter nie mehr ein Problem mit einem Termin für ein
CT haben, denn wir haben dann wohl drei in Salzgitter, zwei davon in Bad.
Fraglich ist auch, ob das Krankenhaus in Lebenstedt überhaupt wirtschaftlich
arbeiten kann, wenn dann die Patienten in Salzgitter-Bad bleiben. Bleiben die
Patienten in Salgitter Lebenstedt aus, man rechne nur ca. 2000 Fälle im Jahr
weniger, hat das Klinikum ein echtes Problem. Nur zur Erinnerung für alle
Beteiligten, genau davor wurde schon 2003 im Gibs-Gutachten ausdrücklich
gewarnt.
Und was stand am Anfang? Niedersachsen forderte den Abbau von 110 Betten für den
Standort Salzgitter und eine Zusammenarbeit beider Krankenhäuser. Teilt man nun
die Gesamtinvestitionskosten von 60 Millionen Euro (Steuergelder), die nach
Salzgitter fließen sollen durch den geforderten Bettenabbau 110 so ergeben sich
am Ende ca. 545.000 Euro pro abgebautem Bett, was nichts mit Wirtschaftlichkeit
zu haben kann. Der Verlust an Arbeitsplätzen, die sich wiederum auf die Qualität
der Patientenpflege auswirken wird, ist hier noch nicht mit eingerechnet.
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