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zurück zur Übersicht Presseberichte ZDF Länderspiegel - 17.04.2004 Fallpauschale statt Tagessatz Neues Abrechnungssystem in deutschen Kliniken Das neue Abrechnungssystem für Krankenhäuser soll Kosten
senken und den Wettbewerb zwischen den Kliniken fördern.
Kritiker aber befürchten ein Kliniksterben und vorzeitige, sogenannte
blutige, Entlassungen der Patienten. Ab 2007 einheitliche Preise Die einheitliche Bezahlung wird schrittweise bis 2006 eingeführt, so dass von 2007 an bundesweit die gleichen Preise bezahlt werden. Die Bundesregierung will so Kosten senken und den Wettbewerb zwischen den Krankenhäusern forcieren. Die Pauschalen sind von 2007 an festgeschrieben. Wer mit seinen Kosten darüber liegt, rutscht in die roten Zahlen. Wie lange ein Patient ein Bett belegt, ist für die Pauschale unerheblich - sollte es zu Komplikationen kommen, die einen längeren Aufenthalt nötig machen, geschieht das auf Kosten der Klinik. Experten warnen Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer, kann den
Fallpauschalen nichts Gutes abgewinnen, denn das System erlaube es den Kliniken,
Patienten in wirtschaftlich lohnende und wirtschaftlich problematische Fälle
einzuteilen: "Eine Wartelistenmedizin und eine Weiterreichung von Patienten mit
schlechten Diagnosen könnten die Folge sein." Einführung entschärfen DKG-Präsident Wolfgang Pföhler fordert deshalb rasche
gesetzliche Schritte, um die Einführung der Fallpauschalen zu entschärfen. Die
dreijährige Übergangsphase müsse auf fünf Jahre ausgedehnt werden. Das System
selbst trage man grundsätzlich mit, betonte Pföhler. Nur sei der Zeitplan der
Bundesregierung, die Umstellung auf das neue Abrechnungssystem schon bis 2007
abzuschließen, nicht zu halten. "Die deutsche
Versorgungswirklichkeit ist in den Fallpauschalen noch nicht vollständig
abgebildet", so Pföhler. Die Unzulänglichkeiten könnten behoben
werden, aber dazu bräuchte man mehr Zeit. |