Nein zur Schließung, Ja zum Klinikum SZ-Bad

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Salzgitter-Zeitung - 09.09.2006 - Andreas Schweiger

Klinikum-Ausbau: Land bewilligt 19 Millionen Euro

Beschluss wurde gestern gefasst - Bau einer Kinderklinik geplant

SALZGITTER. Das Land Niedersachsen soll die geplante Erweiterung des Klinikums Salzgitter in Lebenstedt mit 19 Millionen Euro unterstützen.
 
Das beschlossen gestern nach Informationen des Landtagsabgeordneten Hermann Eppers (CDU) der Krankenhausplanungsausschuss des niedersächsischen Sozialministeriums und das Landeskabinett. Wie Eppers weiter berichtete, kostet die Erweiterung des Klinikums insgesamt 38,6 Millionen Euro.

"Das ist eine der größten Hochbaumaßnahmen in der Geschichte der Stadt", sagte er. Unter anderem sei geplant, in Lebenstedt eine neue Kinderklinik zu errichten. Des Weiteren sollen nach Angaben des Landtagsabgeordneten die Verwaltung, die Intensivabteilung sowie die Not- und Unfallaufnahme auf den neuesten Stand gebracht werden. Ferner würden die baulichen Voraussetzungen für die Verlegung der überregional renommierten Urologie von Salzgitter-Bad nach Lebenstedt geschaffen. Eppers: "Damit kommen wir dem Ziel, in Lebenstedt ein großes Schwerpunktkrankenhaus einzurichten, einen großen Schritt näher."
Wie der Landtagsabgeordnete weiter ausführte, soll das Haus in Salzgitter-Bad nach der Verlegung der Urologie nach Lebenstedt nicht geschlossen werden. Stattdessen würden dort voraussichtlich Dienstleistungen des Pflegebereichs angeboten. Zurzeit ist in dem Gebäude bereits das Hospiz untergebracht.

Die Geschäftsleitung der Klinikum Salzgitter GmbH wollte sich gestern nicht zu den Fördergeldern und den geplanten Baumaßnahmen äußern. "Wir wollen erst den Bescheid abwarten und werden dann informieren", sagte Klinikum-Sprecher Jörg-Peter Bensch.
Das Klinikum gehört seit seinem Verkauf im Dezember 2004 zu 94,9 Prozent der börsennotierten Rhön-Klinikum AG. Die Stadt Salzgitter hält noch 5,1 Prozent am Klinikum.

Von den gestern beschlossenen Fördermitteln profitiert auch die Stadt Salzgitter. In dem Kaufvertrag wurde vereinbart, dass die Stadt 3 Millionen Euro von der Rhön AG erhält, sollte das Land Zuschüsse für den Klinikumbau bewilligen. Allerdings kann das Geld nicht zusätzlich ausgegeben werden, sondern war nach Angaben Eppers' schon im Haushalt verplant.

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