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Salzgitter-Zeitung - 22.09.2006 - Peter Gamauf

Eine moderne Klinik für 40 Millionen Euro

Geschäftsführer der Klinikum Salzgitter GmbH erläutern Neu- und Umbaupläne - Die Urologie zieht um - Eine neue Kinderklinik

SALZGITTER. Wenn die Abrissbirne über dem Klinikum schwebt, ist es nicht mehr weit bis zum ersten Spatenstich: Nachdem das Land 19 Millionen Euro für die Erweiterung des Hauses in Lebenstedt bewilligt hat (die SZ berichtete), kann dort mit dem Neu- und Umbau begonnen werden. Im Jahr 2010 soll sich eine noch modernere und leistungsfähigere Klinik präsentieren.

"Vorbehaltlich der Zustimmung des Kabinetts", die im Spätherbst erwartet wird, stellten Ronald Gudath und Dietmar Bönsch, beide Geschäftsführer der Klinikum Salzgitter GmbH, die Pläne vor, für deren Realisierung insgesamt mehr als 40 Millionen Euro ausgegeben werden. Den Rest finanzieren Mehrheits-Eigentümer Rhön-Klinikum AG und das Klinikum Salzgitter.

36 Monate lang wird gebaut, die Nutzfläche des Klinikums von 15 000 auf 33 000 Quadratmeter vergrößert. Eine neue Kinderklinik, ambulantes Operieren, eine Tagesklinik: Wenn die aus den 50er Jahren stammenden Komplexe Kinderhaus, Isolierstation und Wäscherei der Spitzhacke zum Opfer gefallen sind, werden Chirurgie, Gynäkologie, Geburtshilfe, Urologie, Pädiatrie, Innere Medizin sowie die Notfallversorgung auf den neuesten Stand gebracht sein.
 
"Ein Ärztehaus und zwei ambulante Operationssäle werden die stationäre Versorgung ergänzen", machen Gudath und Bönsch auf einen wichtigen Teil des neuen Projektes aufmerksam. "Die stationäre medizinische Versorgung unterliegt sehr starken Veränderungen", begründet Gudath die Hinwendung zur ambulanten Versorgung. "Wir werden Räume für niedergelassene Ärzte vorsehen", kündigen die Geschäftsführer weitere Kooperationen an. "Wir sind das pädiatrische Zentrum der Region", betont Ronald Gudath im Hinblick auf die Kinderklinik, "und wir steigern das vorhandene hohe Niveau auf diesem Gebiet weiter."

Die überregional renommierte Urologie, bisher in Salzgitter-Bad untergebracht, steht vor dem Umzug nach Lebenstedt. Wie steht es um die Chirurgie und die Innere Medizin in Bad? "Was wir nach der Zentralisierung am Standort in Bad anbieten und wie sich das künftige Versorgungsangebot weiter entwickelt, bleibt abzuwarten", gibt sich Gudath zurückhaltend.
 
Die Klinik in Bad mit ihren neuen Angeboten Gelenk- und Rückenzentrum sei zu 100 Prozent betriebsbereit. Die weitere Entwicklung sei unter den Aspekten Auslastung sowie Versorgung der Bevölkerung zu sehen. "Wir haben ein hohes Interesse daran, keine Patienten zu verlieren. Im Gegenteil: Wir werden unser Angebot entsprechend ausrichten", betonen die Geschäftsführer.

Den Patienten mit erhöhten Kapazitäten eine weiter verbesserte medizinisch-pflegerische Versorgung zu garantieren, ist erklärte Absicht. Bönsch und Gudath sind sich sicher, dass dies gelingt. Einschränkungen während der Bauphase soll es nicht geben.

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