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Salzgitter-Woche am Sonntag - 24.09.2006 - Frank Gross

Hochmodernes klinisches Zentrum in SZ

Geschäftsführer der Klinikum Salzgitter GmbH stellen PLäne vor - OB Knebel: Zukunftsweisende Entscheidung

In der vergangenen Woche berichtete die Salzgitter Woche über den Landeszuschuss von 19 Millionen Euro für das Klinikum Salzgitter.

Am vergangenen Mittwoch äußerten sich die Geschäftsführer der Klinikum Salzgitter GmbH über den Beschluss des Krankenhausplanungsausschusses der niedersächsischen Landesregierung. „Wir haben noch keinen offiziellen Beschluss des Kabinetts. Wir können aber davon ausgehen, dass wir die Mittel im Spätherbst erhalten", so Ronald Gudath.

Dietmar Bönsch bezifferte die Baumaßnahmen auf über 40 Millionen Euro. Knapp 20 Millionen trägt das Land, den Rest teilen sich die Rhön-Klinikum AG und das Klinikum Salzgitter. In diesem Jahr werden die Bereiche Kinderhaus, Isolierstation und Wäscherei abgerissen. Die Bauabschnitte teilen sich in Neubauten (18.000 Quadratmeter), Altbestand (8.000 Quadratmeter) und Umbauten (7.500 Quadratmeter) auf. Im kommenden Jahr, so Bönsch und Gudath, ist der erste Spatenstich für die Gesamtmaßnahme geplant. Mit Neu- und Umbauten werden Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Urologie, Pädiatrie, Innere Medizin und Notfallversorgung auf den neuesten Stand gebracht.

In den Bereichen Urologie und Kinderheilkunde wird das Krankenhaus in unserer Region führend sein, so die Geschäftsführer Gudath und Bönsch. Mit dem Umbau wird die Klinikum Salzgitter GmbH eine enge Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten in unserer Stadt anstreben. Bönsch meinte dazu: „Es wird zwei OP-Säle für ambulante Operationen geben. Bevor niedergelassene Arzte viel Geld in eigene Ausrüstungen investieren, würden wir lieber mit ihnen kooperieren."

Als besonders patientenfreundlich beschreibt Bönsch die Verbindung zwischen Geburtshilfe und Pädiatrie: „Die Wege für die Patienten sind nach dem Umbau sehr kurz. Wir werden unseren Patienten eine medizinisch-pflegerische Versorgung auf höchstem Niveau bieten können." Die Bauzeit wird etwa 36 Monat betragen. Die Patienten, so die Klinikum Geschäftsführung, werden von den Arbeiten nur sehr wenig mitbekommen. Nach der Fertigstellung wird eine moderne Klinik mit 360 Betten, davon 30 „Intermediate-Care" und elf Intensivbetten in Betrieb genommen. Mit den neuen Angeboten, so Gudath und Bönsch abschließend, werden auch neue Arbeitsplätze im ärztlichen und pflegerischen Bereich geschaffen.

Auch Oberbürgermeister Helmut Knebel begrüßt den Ausbau der Klinik. In mehreren Sondierungsgesprächen hat er zusammen mit der Klinikgeschäftsführung der Landesregierung die schwierige Lage Salzgitters im medizinischen Bereich geschildert. „Mit dem Ausbau der Klinik haben wir für Salzgitter eine zukunftsweisende Entscheidung getroffen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir spätestens nach Ende der Bauphase ein Krankenhaus haben werden, dass von Menschen aus der gesamten Region aufgesucht wird. Mit den Bereichen, Kinderheilkunde, Urologie und Gynäkologie wird in Salzgitter ein hochmodernes Zentrum in der medizinischen Versorgung geschaffen", ist sich Knebel sicher.

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