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Salzgitter-Zeitung - 23.11.2006 - Peter Gamauf

Klinik: Neue Hoffnung für Beschäftigte

Gewerkschaft Verdi spricht von "Kehrtwende"

SALZGITTER. Die bis zu 90 Mitarbeiter am Klinikum Salzgitter, deren Arbeitsplätze in Gefahr geraten waren, können nach einer Mitteilung der Gewerkschaft Verdi wieder hoffen.

In den Verhandlungen zwischen dem Rhön-Konzern, der Gewerkschaft Verdi und dem Betriebsrat gebe es "die eindeutige Tendenz, dass für nahezu alle Mitarbeiter Arbeitsplätze erhalten bleiben sollen". So formulierte es gestern Abend Verdi-Gewerkschaftssekretär Jens Havemann.

Die Salzgitter-Zeitung berichtete: Es geht um Arbeitsplätze in Servicebereichen wie Küche und Reinigung. Der Rhön-Konzern macht wirtschaftliche Gründe für die mögliche Auslagerung solcher Segmente verantwortlich. Nun sei in die Verhandlungen wieder Bewegung gekommen, so Havemann. "Der Rhön-Konzern hat erste konkrete Vorschläge gemacht, bei denen die Erhaltung der Arbeitsplätze im Vordergrund steht", sagte er - teils bei einem Fremdanbieter, teils eventuell im Haus.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Rhön Klinikum AG, Gerald Meder, habe an den gestrigen Verhandlungen teilgenommen. Bisher habe es die Arbeitgeberseite abgelehnt, bei der Erhaltung der Arbeitsplätze zu helfen.

Nun spricht Havemann von einer "Kehrtwende". Der Konzern habe vorgeschlagen, bei einer Fremdvergabe den Dienstleister zur Beschäftigung der bisherigen Mitarbeiter zu verpflichten. Die Arbeitgeber strebten den Übergang zum 1. Januar an.

"Unser Widerstand hat sich gelohnt", sagt Havemann. Der Konzern habe wieder Verantwortung für die Mitarbeiter übernommen, in diesem Geist könne die Gewerkschaft mitgehen. "Jetzt geht es darum, die Details so zu formulieren, dass die Mitarbeiter davon auch etwas haben."

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