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Salzgitter Zeitung - 15.03.2008 - Horst Körner

Notarztwagen im Süden bleibt

Feuerwehrführung prüft verschiedene Möglichkeiten - Auch St.-Elisabeth-Krankenhaus interessiert

SALZGITTER-BAD. Der Klinikums-Neubau in Lebenstedt und die damit zweifellos verbundene Verlagerung von Disziplinen aus dem Haus am Berg in Salzgitter-Bad wird von zahlreichen Bürgern im Süden der Stadt argwöhnisch begleitet.

So wird bereits jetzt über die Zukunft des Notarztwagens im Süden diskutiert. Der Wagen steht unmittelbar am Klinikum in Salzgitter-Bad, besetzt wird er von Ärzten der Anästhesie.

Eingerichtet wurde er 1999. Seine Besatzung deckt rund um die Uhr den Süden von Salzgitter mit Salzgitter-Bad, Gebhardshagen, Barum, Beinum, Lobmachtersen, Ohlendorf, Ringelheim, Gitter, Hohenrode sowie die Samtgemeinde Baddeckenstedt und Alt Wallmoden ab.

Natürlich wird bei Bedarf dieser Notarzt auch im Norden eingesetzt, wie umgekehrt der Notarzt aus dem Norden in den Süden fährt. Zusätzlich haben die Salzgitteraner im Bedarfsfalle auch die Möglichkeit, den Notarzt aus Goslar anzufordern.

Besetzt werden die Notarztwagen im Süden und im Norden von den Anästhesisten des Rhön-Klinikums. Ein Vertrag mit der Rhön AG sichert die Besetzung rund um die Uhr, was bislang reibungslos klappt. Die Frage ist, ob das auch so bleibt, wenn das neue Klinikum in Lebenstedt bezogen wird.

Bild: Der Notarzt aus dem Süden im Einsatz an einer Unfallstelle. Archivfoto: Horst Körner

Wolfgang Jainta, Leiter der Berufsfeuerwehr, sagt auf diese Frage klar: Ja. "Wir haben uns mit dem Thema bereits beschäftigt", berichtet er im Kreise seiner Mitarbeiter Torsten Preuss (Sachbearbeiter Rettungswesen) und Ingo Dolder (zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit).
 
Die Besetzung des Notarztwagens im Süden sei in einem Vertrag mit dem Rhön-Klinikum geregelt, der gekündigt werden müsste, sollte sich in der Besetzung etwas ändern, geht Jainta die Sache gelassen an.

Er erwartet, dass bei Bezug des Neubaus in Lebenstedt das Rhön-Klinikum eine gewisse Zentralisierung anstreben werde. So könnte natürlich auch die Anästhesie aus dem Haus am Berg mitgenommen werden. Jainta: "Wir haben bereits erste Gespräche geführt, um nicht überrascht zu werden und hatten das Problem auch schon beim Eigentümerwechsel thematisiert."

Für das Rhön-Klinikum sagt Geschäftsführer Dr. Markus Weinland: "Wir gehen davon aus, dass in jedem Fall der Notarztwagen im Süden erhalten bleibt." Eine endgültige Regelung sei aber noch nicht getroffen.
Der Chef der Feuerwehr dagegen gibt ein klares Bekenntnis zum Erhalt des Notarztwagens ab. "Wichtig für die Bürger ist, dass wir keine Einstellung des Notarztwagens im Süden wollen", betont er. "Wir loten alle Möglichkeiten aus", beschreibt er die Arbeit seines Stabes.

Bild: Prüfen Optionen für den Erhalt des Notarztwagens im Süden (von links): Martin Mann, Wolfgang Jainta und Ingo Dolder.

Dazu gehören Gespräche mit dem Elisabeth-Krankenhaus, das ebenfalls angeboten habe, bei der Besetzung des Notarztwagens mitzuwirken. Allerdings äußert Jainta Zweifel, ob das Elisabeth-Krankenhaus eine notärztliche Rundumbesetzung gewährleisten könne.

Dr. Ulrich Billenkamp, Ärztlicher Direktor des Elisabeth-Krankenhauses, bestätigt, dass sein Haus bereit sei, in den Notarztdienst einzusteigen. "Natürlich brauchen wir eine Vorlaufzeit, um die Ausbildung der Ärzte zu organisieren", sagt der Internist, der selbst Rettungsmediziner ist. Er widerspricht Jainta und ist sich sicher, die Besetzung des Notarztwagens organisieren zu können, denn diese Besetzung sei nicht an die Anästhesie gebunden.

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