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Salzgitter Zeitung - 07.10.2008 - Jörg Kleinert

Hilfe und Rat vor Operationen

Niedergelassene Ärzte arbeiten mit dem St. Elisabeth Krankenhaus zusammen

SALZGITTER BAD. Mitglieder der Medizinischen Gemeinschaft Salzgitter (Megesa), ein Zusammenschluss niedergelassener Ärzte der Stadt, und das St. Elisabeth-Krankenhaus in Salzgitter Bad arbeiten künftig enger zusammen. Gestern stellten sie ihr Projekt vor.

Als ersten Schritt bieten Fachärzte künftig Sondersprechstunden in den Räumen der Klinik an. Auch Nachsorge und Rehabilitation gestalten die Fachärzte künftig gemeinsam mit dem Krankenhaus. Mit der Betriebskrankenkasse (BKK) Salzgitter und dem Krankenhaus wurde ein integrierter Versorgungsvertrag über die orthopädische Chirurgie abgeschlossen. Der stelle den nahtlosen Übergang des Patienten vom stationären Aufenthalt in die Rehabilitation sicher, sagte Krankenhaus-Geschäftsführer Hermann Ahting.
 
Zweigpraxen im St. Elisabeth-Krankenhaus richteten bislang die Ärzte Roland Janßen (Chirurgie und Gefäßchirurgie), Albrecht Schneider (Dermatologie), Wendlin Kampmann und Dirk Middelberg (beide Chirurgie) und Manfred Oberreuther (Orthopädie und Unfallchirurgie) ein. Sie bieten jeweils einmal pro Woche Sprechstundenzeiten zur Krampfader- und Leistenbruch-Chirurgie sowie zur Spiegelung des Schultergelenks an.

"Foto: Jörg Kleinert: Stellten das neue Projekt Indikationssprechstunden vor: (von links) Dr. Manfred Oberreuther, Dr. Michael Perlick, Hermann Ahting, Dr. Klaus Debertin, Dr. Dirk Middelberg und Dr. med. Reiner Grabenhorst.

"Die Politik strebt mehr denn je eine Verzahnung zwischen ambulanter und stationärer Behandlung an. Aktives Mitgestalten halten wir für besser als passiv zu warten, was kommt", sagte Megesa-Sprecher Manfred Oberreuther. "Wir haben deshalb versucht, mit den Krankenhäusern in Salzgitter gemeinsame Projekte zu entwickeln. Es freut uns, dass die Verhandlungen mit dem St. Elisabeth-Krankenhaus erfolgreich verlaufen sind."

"Wichtig ist, dass die Patienten profitieren", betonten Michael Perlick, Chefarzt für Chirurgie am St. Elisabeth Krankenhaus und Oberarzt Klaus Debertin. "Er wird nicht mehr hin und her geschickt." Ein weiterer Vorteil sei, dass die Krankenhausärzte künftig engeren Kontakt zu den niedergelassenen Ärzten haben.
 
Die Indikationssprechstunden stehen allen Fachärzten der Megesa frei, sagte Oberreuther. "Auch andere Fachbereiche sind gerne zum Mitgestalten aufgerufen", betonte er. "Wir können noch wachsen."

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