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Salzgitter Zeitung - 21.10.2008 - Peter Gamauf

Initiative sucht neues Zuhause für Hospiz

Alternative: Umzug nach Lebenstedt oder Neubau

SALZGITTER. Die Hospiz-Initiative Salzgitter sucht für ihr Hospizhaus ein neues Zuhause. Der Grund: Die Rhön-Klinikum AG baut in Lebenstedt eine neue Klinik, gibt 2010 den Krankenhaus-Standort in Bad auf. Dort ist das Hospiz seit November 2005 untergebracht.

Neue Alternativen: das Bettenhaus der Lebenstedter Klinik oder ein Neubau in Salzgitter-Bad. Für den Neubau hätten sich die Vereinsmitglieder auf einer Versammlung Anfang Oktober einmütig ausgesprochen, erklärt Ursula Sanmann, Vorsitzende der Hospiz-Initiative.

Den Verantwortlichen sei schon 2005 klar gewesen, dass der Auszug nur eine Frage der Zeit war. "Der erste Mietvertrag in Bad lief bis 2007, danach wurde jeweils um ein Jahr verlängert", erklärt Sanmann.

Nun kommt im Norden der Stadt alles unter ein Dach, das Klinikum in Bad wird in den Neubau integriert. "Wir sind der Rhön-AG sehr dankbar für das Angebot, nach Lebenstedt zu ziehen. Die Räume sind gut und bezahlbar", sagt Sanmann - sie und Hospiz-Geschäftsführer Werner Maschke haben das Haus mit Klinikum-Geschäftsführer Ronald Gudath besichtigt. Die SZ berichtete: Während große Teile des Lebenstedter Klinikums abgerissen werden, wird das Bettenhaus weiter genutzt - für physikalische Therapie, Labore und die Pflegeschulen.
 
Ronald Gudath sagt: "Der Hospizverein ist uns willkommen. Wir bieten ihm attraktive Möglichkeiten. Wie er sich entscheidet, muss abgewartet werden."

"Es war schon immer unser Traum, ein eigenes Haus zu haben", sagt Sanmann im Hinblick auf einen Neubau. "So schön und gut es in einer Klinik ist", sagt Ursula Sanmann, "aber Krankenhausgärten sind nun inmal öffentlich."

In einem eigenen Haus könne ein Innenhofcharakter geschaffen werden, "eine geschützte Atmosphäre der Sicherheit und der Geborgenheit. Der Hospizgedanke kann einfach besser umgesetzt werden." Vorteil: "Wir könnten auch uneingeschränkt Haustiere zulassen."

Ein Neubau in Salzgitter-Bad: Dieser Gedanke wird laut Sanmann in Gesprächen mit der überwiegend städtischen Wohnungsgesellschaft Wohnbau verfolgt. Wohnbau-Geschäftsführer Detlef Dürrast habe ein Grundstück in Salzgitter-Bad vorgeschlagen.

Das Modell: Die Wohnbau errichtet ein Haus, das die Hospiz-Initiative mietet. "Alles selbstverständlich vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrates", wie Sanmann betont. "Wenn ein Angebot vorliegen sollte, wird Werner Maschke klären, ob die Sache finanzierbar ist." Weiterer Vorteil: Die bewährte Zusammenarbeit mit Hausärzten aus dem Süden könne beibehalten werden.

Detlef Dürrast war nicht zu erreichen, er ist im Urlaub. Nach SZ-Informationen soll das Hospiz Thema in einer der nächsten Aufsichtsratssitzungen der Wohnbau sein.

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