Nein zur Schließung, Ja zum Klinikum SZ-Bad

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Salzgitter Zeitung - 05.12.2008 - Peter Gamauf

Warum muß das eine vorübergehende Lösung für das Gesundheitsamt sein? Wer hier 3 Jahre die Arbeit verrichten kann, sollte das auch Dauer können. Das hätte den Vorteil, daß das ehemalige Schwesternheim eine sinnvolle Nachnutzung hätte und Eon Avacon in Lebenstedt kleiner bauen könnte, was dem Bürger zugute kommen könnte. Außerdem wollen wir doch immer eine Stadt sein.
 

Ortsrat will Rathaus-Konzept

Wenn Avacon baut, sucht Stadt nach Ausweichmöglichkeiten für Gesundheitsamt

SALZGITTER-BAD. Wie geht es weiter mit dem Kleinen Rathaus in Bad, nachdem die Stadt den Ratskeller wieder unter ihre Fittiche genommen hat? Den Ortsrat Süd beschäftigte diese Frage am Mittwoch auch unter dem Gesichtspunkt: Zieht das Gesundheitsamt hier wirklich vorübergehend ein?

Wie die SZ berichtete, verhandelt die Stadt derzeit mit Eon-Avacon über den Bau von deren Technikzentrale am Standort des Gesundheitsamtes in Lebenstedt. Das Amt könnte nach Ende der Arbeiten im neuen Gebäude wieder einziehen.

Die Stadtbücherei erweitern, die Touristinformation aufnehmen, das Erscheinungsbild freundlicher gestalten: unter diesen Aspekten, so die SPD-Fraktion in einem Beschlussvorschlag, soll die Verwaltung ein Konzept erarbeiten. Der Antrag entsprach in wesentlichen Zügen dem der SPD-Ratsfraktion, der jüngst mit knapper Mehrheit angenommen wurde (SZ berichtete).

Bei der Diskussion über ein Konzept für das Kleine Rathaus erwies sich die Möglichkeit des Einzugs des Gesundheitsamtes für eine Übergangszeit von etwa zwei bis drei Jahren als Hemmschuh. Wolfgang Bauer (SPD) fand den Gedanken daran "nicht glücklich". Als Alternative nannte er das ehemalige Schwesternheim am Klinikum in Bad. Wenn keine anderslautende Vorschläge gemacht würden, könnten eigene Pläne, auch hinsichtlich einer möglichen Umgestaltung des Marktplatzes, unter Umständen nicht realisiert werden, so Bauer.

Bild: Das Kleine Rathaus in Salzgitter-Bad.
Archivfoto: Horst Körner

Steffen Rogler (CDU) hielt den Antrag für verfrüht. "Wir reden über ungelegte Eier", sagte er und riet, abzuwarten, ob die Lösung mit dem Gesundheitsamt eine vorübergehende oder endgültige sei. "Der Antrag soll ein Zeichen setzen, auch wenn nicht alles geklärt ist", entgegnete Wolf-Tammo Köhne (UWGS). Er deutete an, dass die Stadt Gespräche mit dem Klinikum führe mit dem Ziel, das Gesundheitsamt im Schwesternwohnheim unterzubringen. Dass die Verwaltung nach anderen Möglichkeiten suchen soll, forderte Peter Kozlik (MBS).

Den Stand der Dinge erklärte Stadtrat Rainer Dworog gestern auf SZ-Anfrage: Wenn feststehe, dass Eon-Avacon baue, werde nach kostengünstigen Übergangslösungen für das Gesundheitsamt gesucht. Gedacht sei an eine Kombination aus Schwesternwohnheim und Kleinem Rathaus - das Wohnheim allein sei zu klein. Das Gesundheitsamt solle für einen möglichst kurzen Zeitraum ausgelagert werden, so Dworog. Ein vorübergehender Umzug stünde einer konzeptionellen Planung für das Kleine Rathaus nicht im Weg. Der Antrag der SPD wurde bei drei Neinstimmen (CDU) angenommen.

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