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Salzgitter Zeitung - 03.01.2009 - Peter Gamauf
SZ-Serie Hoffnung Magenband
Michael Flemming hat viele Diäten ausprobiert - ohne Erfolg. Der 46-jährige
Busfahrer aus Bad, 143 Kilo schwer, setzt nun seine Hoffnung auf die Chirurgie.
Er will sich ein Magenband einsetzen lassen.
Flemming: Kasse übernimmt Kosten
Anstrengungen der vergangenen 14 Monate belohnt -
Operation und Nachsorge in einer Hand
SALZGITTER-BAD. Michael Flemming hat auf seinem Weg zu einem unbeschwerteren
Leben einen wichtigen Etappensieg errungen: "Meine Krankenkasse übernimmt die
Kosten der Magenband-Operation", verkündete der 46-Jährige in dieser Woche
freudestrahlend.
Die Nachricht war für Flemming eine Art verspätetes Weihnachtsgeschenk - ein
chirurgischer Eingriff der genannten Art kostet immerhin rund 5000 Euro. "Ich
freue mich, dass meine Anstrengungen belohnt worden sind", sagt Flemming. In der
Tat: Der Familienvater aus Bad hat lange, intensiv und entschlossen dafür
geschuftet, die Voraussetzungen für die Kostenübernahme zu erfüllen. Er hat im
Fitnessstudio Schweiß vergossen, Fettpunkte gezählt, Gespräche mit einer
Ernährungsberaterin und Psychologin geführt. 14 Monate lang.
Anfang Oktober hatte er sich mit allen Unterlagen beim Medizinischen Dienst in
Braunschweig vorgestellt. Mit allen Unterlagen? Nein, der Bericht eines
Nervenarztes fehlte. "Nervenarzt? Davon hat mir keiner etwas gesagt", grummelte
Flemming hinterher. Doch nun ist dieses Ärgernis nur noch eine Randnotiz
Flemming will sich möglichst bald um einen Termin in einer Klinik kümmern.
Seine Wahl wird allerdings nicht mehr auf Lebenstedt fallen, sondern auf ein
Krankenhaus in Melverode. Die Entscheidung fiel, nachdem Flemming gehört hatte,
dass sich die Geschäftsführung des Klinikums von Professor Dr. Ulrich
Hildebrandt trennen möchte (SZ berichtete). Flemming war Mitglied der
Selbsthilfegruppe von Hildebrandt, der bereits etlichen Patienten mit extremem
Übergewicht Magenbänder eingesetzt hatte. Nun wünscht sich Flemming aber, dass
Operation und Nachsorge in einer Hand bleiben.
Hildebrandt, aber auch dessen Frau, Dr. Angela Olinger, werden eventuell bald
nicht mehr am Klinikum arbeiten. Einen neuen Stand der Dinge gibt es nicht. Nach
den Worten von Klinikum-Geschäftsführer Martin Menger wird eine einvernehmliche
Regelung angestrebt.
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