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Salzgitter Zeitung - 29.01.2009 - Udo Starke

Technologie für optimale Diagnostik

Klinikum in Salzgitter-Bad: Neuer Herzkathetermessplatz kommt im zweiten Quartal

SALZGITTER-BAD. Die Klinikum Salzgitter GmbH wird im Laufe des zweiten Quartals an ihrem Standort in Salzgitter-Bad einen hochmodernen digitalen Herzkatheter-Messplatz in Betrieb nehmen. Kostenpunkt: rund 800 000 Euro.

"Derzeit laufen die damit verbundenen Umbaumaßnahmen auf Hochtouren", sagte Chefarzt Dr. Andreas Strauss von der Medizinischen Klinik und betonte, dass durch den Messplatz Patienten künftig nicht mehr nach Hildesheim oder Braunschweig zur Behandlung fahren müssen.

Schon jetzt seien bereits zwei alte Röntgengeräte gegen einen neuen multifunktionalen Röntgenarbeitsplatz ausgetauscht worden. "Bei der Anschaffung wurde darauf geachtet, dass der Arbeitsplatz auch problemlos in den Neubau am Standort Lebenstedt integriert werden kann", erklärte Strauss.
 
Strauss freut sich, dass künftig Patienten des Klinikums von neuen und noch schonenderen Möglichkeiten in der Gefäßdiagnostik und -therapie in der Kardiologie profitieren könnten. Der "innovative Messplatz" liefere laut Chefarzt durch seine digitalen Bilder einen Durchbruch in der Bildqualität und bringe dadurch entscheidende Vorteile für Patient und Arzt.

Bild: Andreas Strauss (hinten) präsentiert hier das neue Röntgengerät im Klinikum Salzgitter-Bad. Foto: Udo Starke

"Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind bekanntlich Todesursache Nummer eins", verdeutlichte Strauss. Daher erforderten kardiologische Beschwerden schnelle Hilfe und eine ebenso schnelle wie sichere Diagnose.

Am neuen Messplatz könnten anatomische Details wie Gefäßveränderungen am Herzen durch eine spezielle digitale Bildgebungstechnik im Herzkatheterlabor frühzeitig sichtbar gemacht werden. Insbesondere Behandlungen bei Herzinfarkt und kardiologischen Notfällen ließen sich damit unter stationären Bedingungen durchführen, machte Strauss deutlich.
 
Der Kathetermessplatz ist dem Chefarzt zufolge zugleich für Gefäßeingriffe im Bereich der Becken- und Beinarterien konzipiert. Neben einer aussagekräftigeren Diagnostik könnten die Ärzte mit den automatischen Vermessungs- und Analysefunktionen neue Wege in der Therapie gehen und Entscheidungen schneller herbeiführen - ein wichtiger Sicherheitsfaktor bei Eingriffen. Damit sei auch die exakte Auswahl und Platzierung von Gefäßstützen, den so genannten Stents, in teilweise verschlossenen Blutgefäßen möglich.
 

Die neueste Herzkatheter-Technologie optimiert die Therapie von Herzerkrankungen.
Vorteile durch sehr hohe Bildqualität.
Behandlungen werden künftig stationär und wohnortnah erfolgen.
Schonendere Behandlung möglich.
Kostenpunkt: rund 800 000 Euro.
Kosten des neuen Röntgengerätes: Rund 400 000 Euro.

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