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Salzgitter Zeitung - 14.03.2009 - Ingo Kugenbuch

Chirurgie bekommt neue Chefärzte

Letzter Arbeitstag der Vorgänger Olinger und Hildebrandt in dieser Woche - Neue Ausrichtung des Klinikums

LEBENSTEDT. Mit neuer Ausrichtung und frischem Personal will das Klinikum Salzgitter mehr Patienten in der Chirurgie an sich binden. Derzeit liege der Versorgungsgrad bei 50 Prozent. "Wir streben 70 bis 80 Prozent an", so Geschäftsführer Martin Menger.

"Wir wollen eine Qualität anbieten, bei der kein Salzgitteraner Grund hat, nach Wolfenbüttel oder Braunschweig zu gehen", sagt Menger. Dazu soll es eine intensive Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kollegen und Hausärzten geben. Die neuen Chefärzte Andreas Wurlitzer für die Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie sowie Dietmar Loitz, der die neue Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie gemeinsam mit Thomas Wachtel leiten wird, besäßen nicht nur die fachliche, sondern auch die soziale Kompetenz dafür, betont Menger.

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Klinikum-Geschäftsführer Martin Menger (links) und Ronald Gudath (rechts) mit ihren Chefärzten (von links) Thomas Wachtel, Dietmar Loitz und Andreas Wurlitzer vor dem Haupteingang des Klinikums Salzgitter. Foto: Bernward Comes

Offenbar hat das Klinikum sich deshalb von den früheren Chefärzten Angela Olinger (Unfallchirurgie) und Ulrich Hildebrandt (Allgemeinchirurgie) getrennt. Hintergrund für diesen Schritt seien "die unterschiedlichen Auffassungen über die Entwicklung der Abteilungen" zwischen den Ärzten und der Geschäftsführung, heißt es dazu knapp. Man habe das Arbeitsverhältnis mit Wirkung zum 31. März einvernehmlich gelöst. Menger: "Da sie noch ihren Resturlaub nehmen konnten, war in dieser Woche der letzte Arbeitstag der beiden Chefärzte."

Wurlitzer, der bislang in Hildesheim arbeitet, operiert im Klinikum Salzgitter bereits seit zwei Jahren ein- bis zweimal im Monat Gefäße. "In Salzgitter gibt es wegen zahlreicher Raucher und Diabetiker einen großen Bedarf an der Gefäßchirurgie", sagt der Arzt.

Diagnostisch sei Salzgitter bereits gut ausgerüstet. Im Verbund mit dem Haus der Rhön Klinikum AG in Hildesheim verfüge man über ein zertifiziertes Gefäßzentrum. "Mein Wunsch ist es außerdem, gemeinsam mit Onkologen, Gastroenterologen und Radiologen eine Tumorkonferenz aufzubauen", sagt Wurlitzer.

Loitz wird gemeinsam mit Wachtel Schwerverletzte und - mit Zulassung der Berufsgenossenschaft - Arbeitsunfälle behandeln. "Das ist bei einem so großen Industriestandort wie Salzgitter sehr wichtig", sagt Loitz. Aber auch alle Operationen am Bewegungsapparat inklusive Gelenkchirurgie und Prothetik bieten die beiden Chefärzte künftig an.
"Dabei wollen wir gemeinsame Behandlungspfade mit den niedergelassenen Kollegen entwickeln", sagt Wachtel. "Die Reibungspunkte der Vergangenheit sollen ein Ende haben." Oberstes Ziel sei, so Wurlitzer, "dass es den Patienten gut geht".

Dr. Andreas Wurlitzer (49)
übernimmt zum 1. April als Chefarzt die Leitung der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie. Er war vorher in Hildesheim beschäftigt. Wurlitzer ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Dr. Dietmar Loitz (47)
leitet als Chefarzt ab dem 1. Mai gemeinsam mit Dr. Thomas Wachtel die neue Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Medizin. Er kommt aus Braunschweig nach Salzgitter. Loitz ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

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