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Salzgitter Zeitung - 20.05.2009 - Peter Gamauf

Richtfest für 54-Millionen-Klinik

Oberbürgermeister Klingebiel: Wahre Glanzleistung von Handwerkern und Bauarbeitern

LEBENSTEDT. "Schönes Wetter wie beim ersten Spatenstich" konstatierte Ronald Gudath, Geschäftsführer des Klinikums Salzgitter - auch beim Richtfest des 54 Millionen Euro teuren Neubaus strahlte gestern die Sonne.
 
Bauarbeiter und Handwerker hätten innerhalb eines Jahres eine wahre Glanzleistung vollbracht, lobte Oberbürgermeister Frank Klingebiel. Dessen waren sich die Beschäftigten durchaus bewusst. Noch bevor die erste Rede gehalten wurde, nutzten sie die Gelegenheit, sich gegenseitig vor dem blau-weiß geschmückten, übermannshohen Richtkranz zu fotografieren. "Das ist auch für uns ein besonderer Tag", sagte Omer Dolican - der 48-jährige Maurer freute sich auch darüber, dass die Arbeiten bisher unfallfrei verlaufen sind.
 
Gudath sprach von "atemberaubendem Tempo", in dem der Bau vonstatten geht. Im Herbst 2010 wird aus zwei Standorten des Klinikums einer. "Ein ehrgeiziges Ziel", meinte Gudath, aber dank des milden Winters und des Fleißes der Beschäftigten liege man gut in der Zeit. Während des Baus sei die Zahl der Patienten, die im Klinikum behandelt wurden, deutlich gestiegen. Das wäre bei einem Umbau, wie er ursprünglich vorgesehen war, nicht möglich gewesen, sagte Gudath.

Hoch qualifizierte Medizin, für jeden erreichbar, angemessene Versorgung unabhängig von der Art der Versicherung und der finanziellen Verhältnisse der Patienten - Maßstäbe, an denen sich nach den Worten von Gerald Meder die Unternehmensphilosophie der Rhön AG orientiert. Das neue Klinikum biete dafür ein System der kurzen Wege, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Rhön-Konzerns vor etwa 250 Gästen aus Politik, Verwaltung und dem Gesundheitswesen, die sich auf der Ebene der künftigen Kinderstation zwischen noch grauen Betonwänden versammelt hatten. "Anerkennung und Respekt", zollte im Namen der Landesregierung Christine Hawighorst, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit - das Land investiert 19 Millionen Euro.

Der Richtspruch war Sache von Polier Gerhard Schlabitz - in den drei Gläsern, die er leerte und zerschellen ließ, befand sich Rheinhessen-Riesling, Jahrgang 2008. Dann hieß es für die Gäste Schlange stehen - nach Spargel, Kartoffelgratin und Spätzle.

Der umbaute Raum des neuen Klinikums beträgt 115 000 Kubikmeter, die Nutzfläche 26 000 Quadratmeter.
Bisher wurden 45 000 Kubikmeter Erde bewegt, 18 000 Kubikmeter Beton und 1900 Tonnen Stahl verbaut.
Der Neubau bietet Platz für 12 Stationen mit 360 Betten, sieben Operationssäle und eine Tagesklinik.

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