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Salzgitter Zeitung - 09.11.2009 - Horst Körner
Notarztwagen fährt bis zum Harzrand
Seit Oktober werden Orte im Umland versorgt -
Sicherheit im Süden gewährleistet
SALZGITTER-BAD. Fährt unser Notarztwagen im Süden tatsächlich Einsätze bis
nach Bad Harzburg? Besorgt diskutieren Bürger diese Frage.
Arne Sicks, Chef der Feuerwehr, bestätigt auf SZ-Nachfrage: "Ja, der
Notarztwagen ist tatsächlich einmal bis nach Bad Harzburg ausgerückt. Das aber
war eine Ausnahme und erbetene Nachbarschaftshilfe." Die Sicherheit der
Bevölkerung Salzgitters sei dadurch nicht gefährdet gewesen.
Vereinbarung mit dem Landkreis gilt bis Dezember
Ausführlich berichtet er in diesem Zusammenhang über eine
Kooperationsvereinbarung, die die Stadt mit dem Landkreis Goslar geschlossenen
hat. Sie beinhaltet normalerweise keine Fahrten nach Bad Harzburg. Die
Vereinbarung gilt seit Anfang Oktober und endet am 31. Dezember 2009. Ab 31.
Dezember müsse neu verhandelt werden, kündigt der Feuerwehrchef an.
Grund für die Vereinbarung seien Schwierigkeiten, die die Krankenhäuser im
Bereich Goslar bei der Besetzung ihrer Notarztwagen mit Ärzten haben. Deshalb
sei Salzgitter um Unterstützung gebeten worden. "Wir setzen für diese Hilfe den
Notarztwagen im Süden ein", bestätigt Sicks. Dieser Wagen übernimmt montags bis
donnerstags die Bereitschaft nachts von 19 bis 7 Uhr.
Zu den
Orten, die seit Oktober zusätzlich durch den Notarzt aus dem Süden mitversorgt
werden, zählen Liebenburg, Jerstedt, Hahndorf, Immenrode, Weddingen und Bredelem.
Nur in Ausnahmefällen fährt der Notarztwagen in die Kernstadt Goslar und nach
Langelsheim mit Astfeld und Wolfshagen, sagt Arne Sicks.
Bild: Rettungsassistent Martens Tomczak und Notarzt Dr. Alexander Gusser vom
Klinikum in Salzgitter-Bad. Bei Notfällen fahren sie nachts auch in den
Landkreis Goslar. Foto: Horst Körner
"Wir haben außerdem klare Vereinbarungen getroffen", erklärt der Feuerwehrchef
weiter. So rücke der Notarztwagen der Stadt im Süden nur dann aus, wenn der
Notarztwagen aus dem Norden einsatzbereit ist. Er räumte aber ein, dass bei der
Vereinbarung doch ein wenig auf die Wirtschaftlichkeit geschaut worden sei, denn
der Notarztwagen im Süden habe noch Auslastungs-Reserven.
Bisher rückte der Notarzt erst dreimal aus
Ängste um eine Versorgung der heimischen Bevölkerung seien unbegründet,
meinte er. Gerechnet worden sei mit 0,5 Einsätzen pro Nacht. Diese Ankündigung
habe sich jedoch nicht erfüllt. Bis jetzt sei der Notarzt aus dem Süden erst
dreimal im Landkreis Goslar im Einsatz gewesen.
Zur Fahrt nach Bad Harzburg, sagte Sicks, dass sie von der Vereinbarung nicht
abgedeckt gewesen sei. Dieser Einsatz sei gefahren worden, weil die Nachbarn
Schwierigkeiten hatten. Solche Nachbarschaftshilfen seien üblich. "So etwas kann
auch uns passieren."
Der Notarztwagen im Süden ist rund um die Uhr mit einem Rettungsassistenten und
einem Notarzt des Klinikums in Salzgitter-Bad besetzt.
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